Das wäre es dann gewesen

Ich habe in letzter Zeit nachgedacht. Das mache ich öfter, was auch nicht immer gut ist. Man sagt mir oft, ich denke zu viel nach. Vielleicht denken die Anderen auch einfach zu wenig nach, aber das ist nicht das Thema. Bei meiner Grübelei ging es diesmal um das Schicksal des Plaudereckchens, also des Blogs, den ihr gerade lest. Oder was wahrscheinlicher ist:  nicht lest.

Ich mache das hier seit 2 1/2 Jahren. Sieben Jahre, wenn man meine, ähnlich unerfolgreichen, YouTube Videos hinzuzählt.  Natürlich mache ich das nicht, um reich und berühmt zu werden, so schön es auch wäre, aber es ist halt demoralisierend, dass ich in all den Jahren nicht über eine Leserschaft im einstelligen Bereich hinausgekommen bin. Und es ist noch nicht mal der gute einstellige Bereich, bei dem man fast schon im zweistelligen ist! Wir reden hier von, wenn es hochkommt, drei bis vier Klicks alle zwei oder drei Tage, meistens weniger. Hin und wieder kommt es mal vor, dass ich dann doch einen Artikel veröffentliche, der tatsächlich bis zu 20 Leute an einem Tag anzieht, bevor es dann am nächsten Tag wieder einstellig wird. Doch egal wie viele es sind, niemand hinterlässt einen Kommentar oder sonst irgendeine Form von Feedback.

Gut, das sind Probleme, die jeder Amateurblogger kennt. Vielleicht wäre ich auch etwas erfolgreicher, wenn ich mir mehr Mühe geben und den Blog öfter updaten würde. Das ist natürlich etwas schwierig, wenn man nicht hauptberuflich bloggt und noch andere Dinge nebenher machen muss. (Obwohl ich im ersten Jahr durchschnittlich 3 Artikel pro Woche veröffentlichte.) Auch hätte ich vielleicht etwas mehr Zeit in Promotion und aufwendigere Artikel stecken sollen, wobei hier das merkwürdige Phänomen auftaucht, dass alles was ich mache ignoriert wird. Jetzt nicht nur in Sachen Plaudereckchen. Es gibt Tage, an denen ich am helllichten Tag einen 80″ Fernseher aus dem Media Markt tragen möchte, weil ich mir sicher bin, dass nichts was ich tue, in irgendeiner Form Aufmerksamkeit erregt.

Also worauf ich hinaus will, ist Folgendes: Ende des Monats geht das Plaudereckchen offline. Dessen absolute Erfolglosigkeit, gepaart mit dem Stress der ständigen Contenterstellung, dem (zugegebenermaßen nicht sooo hohen) finanziellen Aufwand des Besitzes einer ungelesenen Website mit Domain und jetzt auch dem Risiko, von zwielichtigen Abmahnern rektal penetriert zu werden, nur weil vielleicht der Programmierer eines meiner Plug-Ins einen Schreibfehler im Impressum hatte, lässt es wie den einzigen, logischen Schritt erscheinen.

In diesem Sinne: Wir sehen uns! Oder auch nicht.

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