Mein persönlicher Januar 2018 Filmrückblick

Wow, das ist schon eine Weile her, seit ich so einen zum letzten Mal gemacht habe. Also fangen wir mal mit meinen ersten Lieblings- und Unlieblingsfilmen des Jahres an.

 

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Star Wars: Die letzten Jedi

Ich habe nicht wirklich viel Neues darüber zu sagen, aber ich bin offensichtlich Pro-„Last Jedi“. Klar, mir wäre ein weiteres Abenteuer der alten Garde auch lieber, als so ein „pass the torch“ Film, aber das Ergebnis ist verdammt unterhaltsam und baut vor allem mehr auf der tieferen Mythologie und Philosophie der Serie auf, als die Fanfiction, die wir alle in unseren Köpfen hatten, während er gleichzeitig komplett neue Wege beschreitet. Außerdem: Porg!

 

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James Bond: Im Geheimdienst ihrer Majestät

Der erste und einzige „James Bond“ mit George Lazenby. Darüber werde ich demnächst noch mehr schreiben. (Sorry für die Verspätung, aber ihr kennt das ja schon.)

 

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Mad Mission 2

Jedes 80er Jahre Privatfernsehkind kennt die „Mad Mission“ Serie und ihre Mischung aus albernstem Slapstick (Synchro aus der Rainer Brandt Schule inklusive) und spektakulärer Action. Teil 2 ist für mich das eindeutige Highlight. Hier dachten sich alle Beteiligten: „Scheiß drauf“ und heraus kam ein wilder Cocktail, der sich einen Dreck um Realismus und Vernunft schert.

Lieblingsperformance des Monats:

Karl Maka in der „Mad Mission“ Reihe

Nein, ich werde mich nicht dafür entschuldigen, über mehrere Filme hinweg von Makas Grimassieren und Herumgehampel immer und immer wieder zum lachen gebracht worden zu sein. Gut, ich gebe zu, die deutsche Blödelsynchro hatte auch einen großen Anteil daran (Wer kommt auf die Idee, ein Baby „Dackelmann“ zu nennen!?), aber wollen wir mal nicht so sein. Die Filme machten immer am meisten Spaß, wenn Makas „Kodijack“ auf  der Bildfläche erscheint.

 

Zweitliebste Performance des Monats:

Kevin Costner in „Hidden Figures“

Ja, ich weiß, da ist dieses Tatsachendrama über drei starke, schwarze Frauen, die zu Zeiten der Rassentrennung die Raumfahrt für immer verändert haben und ich picke mir den weißen Darsteller heraus, aber er hatte auch die beste Rolle. Sein NASA-Projektleiter, dem Resultate wichtiger sind als Hautfarben und Geschlechter, der gleichermaßen aber auch so in seiner Arbeit steckt, dass ihm gar nicht klar ist, dass der Rest der Welt wohl nicht so denkt, könnte mit dem falschen Schauspieler schnell entweder zum stereotypen Buhmann oder „weißen Ritter“ werden, doch Costner macht ihn schlichtweg menschlich. Ich muss ganz ehrlich sagen, Kevin Costner wurde mit dem Alter ein immer besserer Schauspieler.

 

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Drittliebste Performance des Monats:

Toni Collette in „xXx – Die Rückkehr des Xander Cage“

Eine der größten Überraschungen des neuen  „xXx“ Films, abgesehen davon, dass er der erste Gute der Reihe ist, sind die ganzen interessanten Charaktere, die allesamt von perfekten Darstellern gespielt wurden. (Shout out an Donnie Yen und Rory McCann!) Toni Collette stellt aber alle in den Schatten. Einzig und allein durch ihre Mimik, die (vermutlich gewollt) an eine alternde Ex-Pornodarstellerin erinnert, die sich immer noch zu gut für den ganzen Mist um sie herum hält und am liebsten ganz woanders wäre.  Es ist einfach ein Vergnügen, ihr beim arrogant sein zuzuschauen.

 

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Assassin’s Creed

Bis vor ein paar Tagen war der eindeutige Topkandidat für diese Kategorie „Vier gegen die Bank“, der nicht nur ein Armutszeugnis für Wolfgang Petersen darstellt, sondern auch alle Vorurteile gegenüber dem deutschen Film in sich vereint. Dann sah ich „Assassin’s Creed“, welcher die zweifelhafte Ehre zu Teil wurde, der erst sechste Film zu werden, den ich mir einfach nicht bis zum Schluss ansehen konnte. Ich habe die Spiele nie gespielt, aber ich bezweifle, dass das etwas ändern würde. Alles in diesem Film, von der Kameraführung, zu den Schauspielern, bis hin zur musikalischen Untermalung, schreit: „Das ist langweilig!“ Ich habe mich noch nie so derart abgekoppelt von einem Film gefühlt! Absolut nichts, was vor meinen Augen passierte, erweckte mein Interesse. Die Schauspieler murmelten irgendwelche uninteressanten Dialoge daher, während Dinge passierten, einfach nur, weil etwas passieren muss. Selbst die Actionszenen erreichten einen neuen Level an Inkompetenz. Nicht nur der übliche Wackelkamera-plus-zu-viele-Schnitte, es wurde auch ständig inmitten von Staubwolken oder im grellen Gegenlicht gekämpft! Ich habe es bis zur 70 Minuten Marke ausgehalten, bevor mir klar wurde, dass mir das Gezeigte einfach komplett Scheißegal war und ich mich jetzt schon an nichts mehr erinnerte. Der Film hat zwei mal „Ass“ im Titel, aber das ist immer noch eine Untertreibung!

 

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Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen

Nun, er ist hervorragend gespielt, erzählt eine Geschichte, die es wert ist, und ist auch ziemlich unterhaltsam. Leider hält er sich ziemlich genau ans Regelbuch und kommt ziemlich brav und bieder daher. Zudem wird Rassismus hier als leicht lösbares Problem dargestellt, aus dem sich unsere Heldinnen immer herausreden können. Zudem scheint es für sie auch nicht sooo schlimm zu sein. Keiner beschimpft sie innerhalb der zwei Stunden als „Nigger“ oder Ähnliches, sie werden nicht auf der Straße angegriffen, eigentlich scheint ihr größtes Problem zu sein, dass sie jedes mal angestarrt werden, sobald sie einen Raum betreten. Aber das auch nur, bis den Anstarrern jemand versichert, dass es okay ist, dass sie hier sind. Leider wird die Geschichte in der zweiten Hälfte auch zu einem weniger interessanten „Menschen stehen herum und lösen mathematische Probleme“-Film, was den Unterhaltungswert nochmal deutlich schmälert. Aber im Großen und Ganzen ist er doch noch sehenswert.

 

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Monster Trucks

Der Kinostart wurde um Jahre verschoben, die Kritiker haben ihn verrissen und an den Kinokassen floppte er total. Aber wisst ihr was? Er unterhält gut, vor allem ist er aber ein herrlicher Throwback an all diese „Mein magischer Freund und ich“ Filme, die wir so gerne in den 80ern und frühen 90ern sahen. Im Ernst, „Monster Trucks“ ist vielleicht eine viel bessere 80er Jahre Hommage, als alle Fake Goonies Marke „Stranger Things“ und Co zusammen. Auch wenn ich nicht weiß, ob das wirklich so geplant war. 

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