Mein persönlicher September 2017 Filmrückblick

Okay, bevor der #Horrorctober offiziell losgeht, werfe ich nochmal einen Blick zurück auf die von mir gesehenen Filme des letzten Monats. 17 waren es insgesamt, welche es waren, könnt ihr auf Letterboxd nachlesen.

Und hier sind meine High- und Lowlights des vergangenen Monats.

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John Wick: Kapitel 2

Ich war nervös, als ich hörte, dass dies eine von diesen Fortsetzungen sei, die einen Haufen unnötigen Scheiß zur Story addieren und Fragen beantworten, die niemand gestellt hat. Zu meiner Überraschung, wussten die Macher aber genau was sie taten, erweiterten das “John Wick” Universum auf eine organische Weise und liefern, wie erwartet, einen Haufen hervorragender, sich ständig steigernder Actionszenen ab. Dabei bleibt der Film, wie schon Teil 1, überraschend selbstironisch, ohne es dem Zuschauer unter die Nase zu reiben.

 

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Der Zinker

Ja, die alten “Edgar Wallace” Filme sind zurecht Klassiker der Nachkriegsfilmgeschichte. Dieser hier hat zwar eine etwas verwirrende Handlung, überzeugt aber durch die gekonnt eingesetzten Markenzeichen der Serie und Alfred Vohrers atmosphärische Regie.

 

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Garden State

Ich habe hier schon etwas mehr darüber geschrieben, aber in der Kurzfassung: Ein hervorragend inszenierter, geschriebener und gespielter Film, voller Herz und trockenem Humor.

 

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Flash Gordon

Der Film hat Probleme, wie z.B. riesige Handlungslöcher und einen hohen Kitschfaktor. Aber er ist durch und durch unterhaltsam, vollgestopft mit Schauspielern, die wirklich Spaß an ihren Rollen hatten und hat eine unglaublichen Ausstattung. Dann stammt das Drehbuch von Lorenzo Semple Jr, der die besten Folgen der 60er Jahre “Batman” Serie schrieb, weshalb das ganze Ding oft cleverer und gewitzter ist, als Kritiker ihm oft zugestehen. Und natürlich MUSS man einfach den coolen Soundtrack von Queen erwähnen.

Der hier ist auch gut:  Mein persönlicher Mai 2017 Filmrückblick

 

Lieblingsperformance des Monats:

Max von Sydow in “Flash Gordon”

Nichts ist besser als ein hervorragender Charakterdarsteller, den man in leicht albernes Make Up steckt und in einem Film agieren lässt, der alles Andere als Shakespeare ist. Sydow spielt hier würdevoll, aber passend zum Ton des Films, auch übertrieben und lässt viele kleine Nuancen und interessante Kleinigkeiten, in die Rolle einfließen und stiehlt dabei fast allen Anderen die Show.

 

Zweitliebste Performance des Monats:

Dave Bautista in “Kickboxer: Vengeance”

Schauspielernde Wrestler sind immer so eine Sache. Einige können durch ihr Charisma auf der Leinwand überstehen, aber nur wenige versuchen tatsächlich zu spielen. Dave Bautista fällt in die letztere Kategorie. Er ist kein Max von Sydow, aber selbst in diesem Film, in dem er garantiert hauptsächlich wegen seiner Physik und seiner Kampferfahrung gecastet wurde, schafft er es, in den paar Szenen in denen er tatsächlich als Schauspieler agieren muss, einen interessanten Bösewicht zu erschaffen, der mehr ist, als nur Muskeln.

Der hier ist auch gut:  Der persönliche April 2017 Filmrückblick

 

Drittliebste Performance des Monats:

Joseph Gordon-Levitt in “Looper”

So beschissen sein Make Up in diesem Film auch aussieht, rein schauspielerisch überzeugt er als junger Bruce Willis. Dabei gelingt ihm auch das Kunststück, weder wie eine Karikatur zu wirken, die blass einzelne Gesten und Gesichtsausdrücke imitiert, sondern auch tatsächlich wie ein echter Charakter rüberzukommen.

 

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Dragon Wars

Es gibt immer Filme, bei denen man von allen Seiten hört, wie schlecht sie sind. Dann, wenn man sie sieht, stellt man fest, dass sie eigentlich ganz gut sind. Das hier ist nicht so ein Fall. Trotz einer originellen Idee, überraschend guter Schauspieler, passabler Effekte und ein paar unterhaltsamer, auf pures Spektakel ausgerichteter Szenen, versagt “Dragon Wars” auf ganzer Linie. Schlecht inszeniert, langweilig, komplett Sinnlos, quasi das Anti-“Flash Gordon”.

 

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Looper

Ist ganz unterhaltsam und hat ein paar tolle Ideen, aber eigentlich bekommen wir hier drei Filme gleichzeitig serviert, die nicht zusammenpassen. “Der Killer, der ein besserer Mensch wird”, “Mein Zukünftiges ich ist aus gutem Grund ein Kindermörder” und “Mein Leben als die Mutter des Antichristen” wären einzeln wirklich gut, aber in einen Film gepresst, wird daraus nur ein wirres Mischmasch, bei dem sich die Plots gegenseitig auf die Füße treten. Immerhin: Es gibt genügend Momente und Elemente, die wirklich gelungen sind, also ist “Looper” immerhin sehenswert.

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