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Voll, kam mir aber leerer vor, als in den Jahren zuvor.

Ich habe es dieses Jahr mal wieder auf die Gamescom geschafft, nachdem ich 2016 leider aussitzen musste. Doch diesmal waren meine Schwester und ich sogar ganze zwei Tage da, anstatt des üblichen Einen, was durchaus so einige Vorteile mit sich bringt. Unter anderem etwas weniger Stress beim Rundgang. Das Hotel war gut gewählt (sehr günstig und nur zehn Minuten Zugfahrt von der Messe entfernt), weshalb man sich viel Zeit lassen konnte, was dann wiederum bedeutete, dass man tatsächlich die Möglichkeit hatte, um sich in Schlangen einzureihen.

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2 Stunden Wartezeit für 10 Minuten Spielzeit. Bin trotzdem nicht enttäuscht.

So kam es dann auch, dass wir die Gelegenheit ergriffen, “Super Mario Odyssey” anzuspielen. Die Schlange sollte drei Stunden Wartezeit haben, aber in knapp zwei waren wir schon dran. Fazit nach den gefühlten zehn Minuten Spielzeit: Es scheint mal wieder ein echter Gewinner von Nintendo zu sein. Es hat schon seinen Grund, warum sie trotz aller “Wääääh, Kinderkacke!” und “Schon wieder ein Mario Spiel?” Unkenrufen immer noch relevant sind. Die geben sich mit dem millionsten Sequel halt mehr Mühe als so manch anderer Entwickler mit ihrem Teil 3! “Odyssey” überzeugt vor allem durch die, auch für Menschen, die noch nie einen Switch Controller in der Hand hatten, schnell zu lernende Steuerung (In weniger als einer Minute hatte ich alle Moves drauf), die gute Kameraführung und das typische Mario-Feeling. Natürlich lässt sich dadurch nicht sagen, wie das Spiel in seiner Gesamtheit sein wird, aber durch das kurze Anspielen, sowie meinen bisherigen Erfahrungen mit Nintendo, bin ich sehr optimistisch.

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Ich fliiiiiiiiiiiiegeeeeeeeee! (Das große Kotzen kam später.)

Nicht so toll war hingegen meine erste VR-Erfahrung. Seit der ersten Gamescom gab es immer mal wieder irgendwelche Stände, die so eine Experience anboten, aber ich bin nie dazu gekommen, mir mal so eine Brille aufzusetzen und in die virtuelle Realität abzutauchen. In all den Jahren habe ich aber nie über ein Problem nachgedacht: Ich werde verdammt schnell autokrank. Einmal in die falsche Richtung geschaut und schwups, wird mir schwindelig. Im Flugzeug fange ich ohne Tabletten sogar an mich umzukrempeln, bevor wir überhaupt in der Luft sind! Im Zug kann ich hingegen rückwärts fahren, lesen, schlafen, etc. Aber ihr ahnt wohl schon, worauf ich hinaus will. Ja, nach weniger als einer Minute in einem Fallschirmsprungsimulator, wurde mir schon so übel, dass ich für den Rest des “Sprungs” die Augen zumachen musste. Da war es aber schon zu spät. Meine Schwester schleppte mich nach draußen, holte ein paar Helfer und ich verbrachte die letzten vier Stunden des Tages kotzend auf der Krankenstation. So übel war es mir seit Jahren nicht mehr! Besonders schade dabei war, dass ich mir zu 99% sicher bin, Team Fried Phoenix nur ein paar Meter von mir entfernt gesehen zu haben. Hätte gerne “Hallo” gesagt, aber das wäre wohl in meinem Zustand keine so gute Idee gewesen. (Auf der positiven Seite: Das Medikament mit dem eindeutigen Namen “Vomex”, das mir die Ärztin via Tropf verabreicht hat, war der Hammer!)

#Gamescom: Party till the doctor comes. #VRbroughtMeHere #WorthIt #IhadFun

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Auch etwas enttäuschend war der Händlerraum. Zumindest für mich. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Jahr für Jahr dort weniger Vielfalt herrscht und alle Stände nur noch die selben T-Shirts, Animefiguren und Funko Pops verkaufen. Ich hatte mir extra eine Liste mit Zeug gemacht, nach dem ich auf der Gamescom suchen wollte, aber NICHTS davon war da! Noch nicht mal “Neko Atsume” Plüschkatzen! (Okay, ein Stand verkaufte welche, aber die schienen mir unlizenziert und etwas billig gemacht zu sein.) Naja, das muss man positiv sehen. Immerhin habe ich so Geld gespart.

Der hier ist auch gut:  YouTube Fundstück: JonTron Vs Disney Bootleg Games

Also, Gamescom 2017: Viel Stress, viel Lärm, aber der Spaß überwiegt dann doch. Mal sehen, ob ich es nächstes Jahr wieder schaffe.

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