Irgendwie zog sich der Monat erst sehr in die Länge und dann war plötzlich vorbei. Ups. Naja, hier ist wieder mein kleiner Filmrückblick.

swissarmyman

Swiss Army Man

Das ist ein wirklich außergewöhnliches Meisterwerk. Halb zotige Körperfunktionskomödie, halb surreale Philosophiestunde über das Leben und die menschliche Natur, mischt der Film Absurdität und Melancholie auf noch nie dagewesene Art. Den Film kann man wirklich nicht beschreiben, den muss man gesehen haben.

 

bowfinger

Bowfingers große Nummer

Über den habe ich hier etwas mehr geschrieben. Kurzfassung: Ein verdammt witziges Stück Film und vielleicht das letzte Mal, dass Martin und Murphy wirklich aus allen Rohren feuerten, um uns zum lachen zu bringen. (Bevor jemand etwas sagt: Ich zähle Filme erst offiziell als “alt”, wenn sie 20 Jahre alt sind. Dieser schrammt noch gaaanz knapp an dieser Grenze vorbei.)

 

bill_and_teds_bogus_journey_ver2

Bill & Teds verrückte Reise in die Zukunft

Teil 1 war eine witzige, kleine Teeniekomödie mit SciFi Twist, aber Teil 2 toppt ihn in allen Bereichen! (Ausser der deutschen Synchro. Die von Teil 1 war besser.) Bill & Teds Abenteuer im Jenseits strotzen nur so vor Kreativität und tollen Einfällen und haben den vielleicht sympathischsten und witzigsten Sensenmann der Filmgeschichte zu bieten.

 

Lieblingsperformance des Monats:

William Sadler in “Bill & Teds verrückte Reise in die Zukunft”

William Sadler ist einer von diesen Schauspielern, die überall auftauchen und immer gut sind, aber das hier ist eine seiner besten Leistungen. Schade, dass es auch eine seiner wenigen komödiantischen ist, denn er beweist hier ein unglaubliches Talent für Timing.

Der hier ist auch gut:  Ich dachte, ihr mögt mich: “Garden State”

Zweitliebste Performance des Monats:

Greg Kinnear in “Auto Focus”

Wenn Schauspieler realexistierende Personen spielen müssen, kann das allzu oft in unbeabsichtigten Karikaturen enden, die einen eher an “Saturday Night Live”, als an echte Menschen erinnern. Kinnears Darstellung als “Ein Käfig voller Helden” Star Bob Crane ist aber durchaus gelungen. Schade nur, dass der Film nicht genau so gut ist.

Drittliebste Performance des Monats:

Danny Glover in “Predator 2”

Auch wenn Danny Glover seinen größten Erfolg mit der “Lethal Weapon” Reihe feierte, ist er eher ein Charakterdarsteller als ein Actionstar. Doch genau das ist hier sein größter Trumpf. Er ist kein Übermensch wie Arnie und Co. aus Teil 1, sondern grunzt, schnauft und schwitzt wie ein normaler Mensch, bei seinem Kampf gegen den Predator. Zudem nimmt man ihm wirklich ab, dass ihm die Morde an seinem Team ans Herz gehen, auch wenn er hier keine Träne vergießen darf.

 

icaage5

Ice Age: Kollision Voraus

Es bricht mir das Herz, wie die “Ice Age” Serie zu Tode geritten wurde. Teil 1 und 3 sind kleine Meisterwerke und Teil 2 immerhin noch unterhaltsam. Teil 4 war schon eher auf Fanfiction Niveau, aber Teil 5 ist nur noch ärgerlich. Anstelle echter Witze werden ständig irgendwelche Anachronismen dahergeplappert und die Handlung ist entweder sogar für diese Reihe zu weit hergeholt oder nur ein langweiliger Sitcomsubplot. Selbst die Scrat Szenen brachten mich nicht mal zum lächeln. Immerhin ist die Animation wirklich gelungen, aber das ist dann auch alles.

Der hier ist auch gut:  Der persönliche Juni 2016 Filmrückblick

 

it follows

It Follows

Das Konzept ist nicht schlecht und viele Szenen sind legitim spannend, aber es ist gutes Beispiel dafür, dass es nicht immer eine gute Idee ist, Dinge nicht zu erklären. Die Regeln des Followers sind absolut unklar. Kann es einen Bus nehmen? Oder ein Flugzeug?  Warum tarnt es sich manchmal perfekt als normaler Mensch und taucht dann als sabbernde, zahnlose, augenlose, nackte, sich vollpinkelnde Banshee oder sonstjemand, der einfach zu erkennen ist auf? Muss der Sex einvernehmlich sein? Muss mindestens einer einen Orgasmus haben oder reicht es, ihn nur mal kurz reinzustecken? Was ist mit Oralsex oder Handjobs? Geht auch ein Strap-On? Und was passiert, wenn das Ding alle Menschen, die an der Reihe waren, erwischt hat?

Hinzu kommt, dass ich immer noch nicht weiß, worin der Plan der Kids am Ende bestand. Und das offene Ende wirkt eher wie “Uns ist kein gutes Ende eingefallen”, als ein verdientes “Jetzt können die Zuschauer selber die Lücken füllen”-Ende. Also, wer sich einfach nur ein paar mal erschrecken will und Atmosphäre über eine schlüssige Handlung stellt, ist hier gut bedient, aber alle Anderen könnten eine große Enttäuschung erleben.

 

tarzan_ver3

Die Legende von Tarzan

Es ist kein neuer “Lone Ranger”, aber er ist erfrischend altmodisch, mit dezenten Sprinkeln von moderner Political Correctness. Ein durchaus unterhaltsames Stück Abenteuerkino, das nicht versucht, den “Tarzan” Mythos krampfartig ins 21. Jahrhundert zu bringen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinteresttumblr