Mein persönlicher Februar 2017 Filmrückblick

Diesmal hatte ich noch weniger Zeit für Filme als sonst. Trotzdem habe ich es auf 13 Filme gebracht. Wie immer findet ihr die komplette Liste hier und nun geht es zu den Preisen:

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The Nice Guys

Der Film hat alles, was man von einem Shane Black Film will. Coole Charaktere, Humor der mal schwarzen, mal albernen Sorte, ein immens hoher Unterhaltungswert und eine dicke Portion Herz an den richtigen Stellen.

 

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Die Marx Brothers im Krieg

Dieser hier wird oft als das Meisterwerk der Marx Brothers bezeichnet. Ob es stimmt, kann ich nicht sagen, aber ich kenne keinen anderen Film, mit einer derart hohen Dichte an albernen Wortspielen und grandios choreografiertem Slapstick.

 

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Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

Ich hatte ja an dieser Stelle schon etwas mehr darüber (und die ältere “Walter Mitty” Verfilmung) geschrieben. Kurzfassung: Ein fast perfektes Stück Kinomagie.

 

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Last Action Hero

Die Regeln des filmeigenen Universums ergeben nicht viel Sinn, er funktioniert nicht als echte Actionfilmparodie und nicht alle Gags zünden, aber er ist einzigartig, unterhaltsam und alle paar Jahre sehe ich ihn mir allzu gerne wieder an.

 

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Lieblingsperformance:

Ryan Gosling in “The Nice Guys”

Gosling ist einer der talentiertesten und charismatischsten Schauspieler, die zur Zeit herumlaufen. Darum macht es dreimal so viel Spaß, ihn als peinlichen, aber doch irgendwie liebenswerten Versager, maßlos übertreiben und alle Komödienregister ziehen zu sehen.

Zweitliebste Performance:

Kevin Costner in “Mr Brooks”

Es ist schade, dass Kevin Costner nicht viel mehr Schurkenrollen in seiner Karriere gespielt hat. Diese hier, als liebevoller Familienvater mit dunklem Geheimnis, ist eine seiner besten Leistungen und erinnerte mich daran, was für ein guter Schauspieler er sein kann.

Drittliebste Performance:

Marlon Brando in “Der Pate”

Anfangs war ich etwas irritiert. Brandos Performance als “Don Corleone” wurde so oft parodiert, dass es erst schwer war, das Original zu akzeptieren. Doch schnell fallen einem die ganzen kleinen Nuancen auf, die die Parodisten immer ausgelassen haben und es wird klar, dass dies eine der bedeutendsten schauspielerischen Leistungen der Filmgeschichte ist.

 

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A Dirty Shame

Der schlechte Ruf des Films kommt diesmal nicht nur von den “seriösen” Kritikern, sondern auch von John Waters Fans. Ich muss zugeben, was Waters Filme angeht, habe ich nicht viele gesehen und die, die ich gesehen habe, gehörten zu seinen Mainstreamkompatibleren, also fehlt mir da etwas Vergleichsmaterial. Und nein, “A Dirty Shame” ist nicht wirklich ein tiefgründiger oder intelligenter Aufruf zur sexuellen Revolution und zum Kampf gegen die Spießigkeit, aber es ein verdammt witziger Live Action Cartoon, der mich während der gesamten Laufzeit zum grinsen brachte.

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Dressed To Kill

Wie immer bei Brian DePalma, ist der Film eigentlich zu gut gemacht, um ihn als wirklich schlecht zu bezeichnen. Ich bin auch willens bei der Transphobie dieses Werkes ein Auge zuzudrücken, da sie wohl nicht böse gemeint, sondern nur ein typisches “Es sind die 80er, es verwirrt mich und glaube nicht, dass ich damit jemandem wehtue” Nebenprodukt ist. Leider ist die ganze Geschichte zu langsam und uninteressant erzählt und was im erotischen Bereich damals als Tabubruch noch die Leinwand zum kochen brachte, ist heute fast schon vorabendprogrammstauglich. Die letzten fünf Minuten hätte man sich eigentlich auch sparen können.

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