Der persönliche September 2016 Filmrückblick

18 Filme habe ich letzten Monat gesehen. 140 insgesamt dieses Jahr. Das bedeutet, ich muss in den folgenden drei Monaten noch mindestens 40 weitere Filme gucken, um mein jährliches Minimum zu erreichen. 60, wenn ich wieder die 200er Grenze durchbrechen will. Das könnte aufgrund meines etwas stressigen Lebens z.Zt. aber etwas schwierig werden. Wie dem auch sei, meine komplette Liste an gesehenen Filmen könnt ihr wie immer auf Letterboxd finden. Aber meine Highlights (und Lowlights) findet ihr hier:

Budapest
The Grand Budapest Hotel

Mit diesem Film hat Wes Anderson wohl das Stadium der Selbstparodie erreicht, aber das Ganze ist so unglaublich unterhaltsam auf eine „Style over substance“ Art, dass ich das Ergebnis einfach nicht hassen kann.

 

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Wenn Guffman kommt

Eine typische Christopher Guest Mockumentary, die nicht viele große Lacher bereithält, aber dafür viele, kleine Schmunzler. Ein Film, der einfach nur gut unterhält.

 

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Das Schwergewicht

Ein Film, der eigentlich jede Regel des leicht kitschigen, inspirierenden Underdog Sportfilms befolgt, ohne etwas Neues hinzuzufügen, aber gerade das macht den Film so sympathisch. Vor allem wird er nie so kitschig, dass es einem die Freude am Film verdirbt, und hat Kämpfe, die besser gefilmt sind als in manch ernsthaftem Sportdrama oder Actionfilm.

Der hier ist auch gut:  Der persönliche November 2016 Filmrückblick

 

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Big Trouble In Little China

Auch wenn der Film oft überraschend schlampig inszeniert ist, macht er immer noch viel Spaß. Kurt Russell spielt den sich selbst überschätzenden Trottel mit Herz perfekt, harmoniert exzellent mit allen anderen Akteuren und es ist immer wieder interessant zu sehen, wie das „White Saviour“ Klischee mit diesem Film demontiert wurde, bevor die meisten Leute überhaupt wussten, dass es eines ist!

 

Lieblingsperformance des Monats:

Bill Murray in „Sein Name war Mad Dog“

Es ist erstaunlich, wie bedrohlich Bill Murray sein kann, wenn er jeglichen Charme von seiner üblichen Arroganz subtrahiert. Schade, dass er in seiner Karriere nicht mehr Schurkenrollen spielte.

Zweitliebste Performance des Monats:

Johnny Hallyday in „Vengeance“

Das kam unerwartet, aber der „französische Elvis Presley“, auf den unsere Eltern so standen, überzeugt hier als gealterter Badass und kann auch die tragischen Komponenten seiner Rolle gut rüberbringen.

Drittliebste Performance des Monats:

John Lithgow in „Buckaroo Banzai: Die 8. Dimension“

Auch wenn John Lithgow subtil sein kann, ist er immer am besten, wenn er sein „Mega Acting“ voll aufdreht. Das hier ist eines der frühesten Beispiele und er übertreibt so dermaßen, dass er sogar den sonst immer so ernst wirkenden Peter Weller bei den Dreharbeiten zum lachen gebracht haben soll.

Der hier ist auch gut:  Der persönliche (diesmal etwas andere) August 2016 Filmrückblick

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Sein Name war Mad Dog

Er hat seine Qualitäten. Die Schauspieler, allen voran Bill Murray, sind wirklich gut. Sogar Uma Thurman stört nicht. Aber der Film kann sich einfach nicht entscheiden, ob er eine skurrile Außenseiterkomödie oder ein schmalziges Liebesdrama sein will. Ein paar Thrillerelemente werden auch noch eingestreut. Und keine der Zutaten funktioniert tatsächlich. Das Ergebnis kann man sich zwar anschauen, ist aber alles andere als gut.

 

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Birdman oder [Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit]

Der Film ist voller grandioser Schauspielerleistungen und ein visuelles Meisterwerk, aber leider auch der peinliche Versuch eine Hollywood-/Showbizsatire zu sein, ohne etwas relevantes zu sagen. Das ganze Drehbuch ist ein Sammelsurium der oberflächlichsten und offensichtlichsten Hollywoodklischees, die mit einer Überzeugung und ohne ironischen Bruch dargeboten werden, als wäre der Autor ein 15jähriger YouTuber, der glaubt dass sein „Hollywood hat keine Ideen mehr“ Video eine Offenbarung voller neuer Blickwinkel wäre. Dies ist ein Film für die Menschen, die glauben, dass Ricky Gervais kleine Sticheleien bei Preisverleihungen tatsächlich irgendwelche Hollywoodegos verletzen und ein Film für Snobs, die sich an kleinen Snobproblemen aufhängen, während sie sich zu ihrem vermeintlichen Genie selbstbeflecken.

 

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An American Werewolf In Paris

Darüber habe ich an dieser Stelle schon mehr geschrieben.

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