Ich liebe Filme und ich liebe es, Listen zu erstellen. Also ist diese Blogparade, dich ich bei der Chaosmacherin entdeckt habe, aber bei Miss Booleana ihren Anfang nahm, scheinbar wie für mich gemacht. Scheinbar…

Folgende Probleme haben sich da aber von meiner Seite aus ergeben:

Auch wenn ich mir (im Vergleich zu anderen Normalsterblichen, die nicht dafür bezahlt werden, um dies zu tun) verdammt viele Filme ansehe, hänge ich mit „neuen“ Filmen oft hinterher. Schon während des 20. Jahrhunderts wurden viele dieser Dinger produziert. Bei dieser riesigen Auswahl muss ich nicht immer gleich ins Kino oder die Videothek rennen, nur weil ein neues, vermeintliches Meisterwerk (oder einfach nur unterhaltsames Filmchen) gerade erschienen ist. Dementsprechend sind vermutlich viele Filme, die eigentlich auf dieser Liste stehen sollten, nicht zu finden, weil ich einfach noch keine Zeit oder keinen Bock hatte, um sie mir anzusehen. (Allerdings habe ich in den letzten paar Tagen in dem Bereich etwas aufgeholt.)

Das Ranking! Es ist ja nicht nur so, dass es sehr schwierig sein wird zu entscheiden, ob ich nun einen Film am fünfundsechzigliebsten oder sechsundsechzigliebsten mag, aber ich will mich auch nicht einfach hinstellen und sagen: „Da! Das ist der Beste!“ Es gibt da einfach zu viele Faktoren. Natürlich ist ein Film wie „Transformers“ kein Meisterwerk im nüchtern betrachteten Sinn, aber den immensen Unterhaltungswert und den technischen Aufwand dahinter zu ignorieren und ihn gar nicht zu nennen, wäre unfair und versnobt. Und ist eine slapstickorientierte Komödie, die mich oft und laut zum lachen gebracht hat, wirklich schlechter als eine, dessen Witz hintergründiger war, mich dafür aber nur ein paar mal schmunzeln ließ? Also wie soll ich das alles in eine Reihenfolge bringen? Soll ich die „wichtigen“ Filme zuerst nennen? Dann wären das aber nicht mehr „MY 100 greatest films“! Darum habe ich mich, zugegebenermaßen entgegen der Regeln, dazu entschlossen, die Reihenfolge wegzulassen und einfach die 100 Filme zu nennen, die ich für würdig halte. Okay, technisch gesehen ein paar mehr, aber die Liste ist nur 100 Titel lang. (Dazu später mehr)

Ich gebe zu, meine Liste ist etwas Mainstreamzentrisch, aber dafür werde ich mich nicht entschuldigen. Siehe die beiden vorherigen Punkte.  Zudem darf ich an dieser Stelle meinen Lieblingskritiker Vern zitieren: „A well-rounded person should be able to appreciate Jean-Luc Godard and Jean-Claude van Damme.“ Nur weil etwas „Mainstream“ oder „Popcorn“ ist, kann es trotzdem ein großartiger Beitrag zur Filmkunst sein kann. Und auch wenn ich mich nicht für meine Auswahl entschuldigen werde, dürft ihr gerne eure „Boah, warum ist denn DIESER Drecksfilm auf deiner Liste“ Kommentare abgeben, damit ich euch meine Entscheidung erklären kann. (Aber ein paar Erklärungen habe ich schon jetzt hinzugefügt.)

Eines könnt ihr mir glauben: Jeder Film auf meiner Liste ist dort aus einem guten Grund.

Doch genug gelabert! Fangen wir an! Noch mal zur Erinnerung: Diese Liste ist in keiner bestimmten Reihenfolge!

  • Der Herr der Ringe (The Lord Of The Rings, 2001-2003, R: Peter Jackson)
    • Okay, hier habe ich schon geschummelt, aber diese Trilogie muss man entweder als Gesamtwerk nehmen oder gar nicht.
  • Vengeance (Fuk Sau, 2009, R: Johnnie To)
  • Mad Max: Fury Road (2015, R: George Miller)
  • Mad Circus – Eine Ballade von Liebe und Tod (Balada triste de trompeta, 2010, R: Alex de la Iglesia)
  • Wo die wilden Kerle wohnen (Where The Wild Things Are, 2009, R: Spike Jonze)
  • Gravity (2013, Alfonso Cuaron)
  • Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen (Cloudy With A Chance Of Meatballs, 2009, R: Phil Lord & Chris Miller)
  • Sin City (2005, R: Robert Rodriguez & Frank Miller)
  • 5 Zimmer, Küche, Sarg (What We Do In The Shadows, 2014, R: Taika Waititi & Jermaine Clement)
  • Hotel Transsylvanien (Hotel Transsylvania, 2012, R: Genndy Tartakovsky)
  • Tucker & Dale Vs Evil (2010, R: Eli Craig)
  • The Raid (Serbuan Maut, 2011, R: Gareth Evans)
  • Das erstaunliche Leben des Walter Mitty (The Secret Life Of Walter Mitty, 2013, R: Ben Stiller)
  • Iron Man (2008, R: Jon Favreau)
  • Cloud Atlas (2012, R: The Wachowskis & Tom Tykwer)
  • Universal Soldier: Day Of Reckoning (2012, R: John Hyams)
    • Die einzige DTV Produktion auf der Liste, kann mit anderen Arthouse Actionfilmen wie „Drive“ definitiv mithalten!
  • Brügge sehen…und sterben? (In Bruges, 2008, R: Martin McDonagh)
  • ParaNorman (2012, R: Chris Butler & Sam Fell)
  • Hai-Alarm am Müggelsee (2013, R: Leander Hausmann & Sven Regener)
  • Shrek (2001, R: Andrew Adamson & Vicky Jenson)
    • Bei seiner Veröffentlichung, kam er mit seinem Zynismus, Popsongs und Filmzitaten einer kleinen Revolution gleich. Nicht seine Schuld, dass danach alle Cartoons so sein wollten, wie er.
  • Grand Budapest Hotel (2014, R: Wes Anderson)
  • Cast Away – Verschollen (2000, R: Robert Zemeckis)
  • Der Marsianer – Rettet Mark Watley (The Martian, 2015, R: Ridley Scott)
  • Avatar (2009, R: James Cameron)
    • Manchmal muss eine Geschichte nicht originell, sondern nur gut erzählt sein. Außerdem muss man den technologischen Aspekt des Films einfach anerkennen.
  • Jersey Girl (2004, R: Kevin Smith)
    • Auch hier: Keine originelle, aber eine gut erzählte Handlung. Plus: Das realistischste Kinderverhalten, das je auf Film gebannt wurde und George Carlins beste schauspielerische Leistung!
  • One Hour Photo (2002, R: Mark Romanek)
  • The Lego Movie (2014, R: Phil Lord & Chris Miller)
  • Human Nature – Die Krone der Schöpfung (2001, R: Michel Gondry)
  • Halloween II (Director’s Cut) (2009, R: Rob Zombie)
    • Ja, die surreale Mischung aus knallhartem Slasherfilm und Drama über Überlebende traumatischer Ereignisse, verdient es auf dieser Liste zu stehen.
  • Adams Äpfel (Adams æbler, 2005, R: Anders Thomas Jensen)
  • Tideland (2005, R: Terry Gilliam)
  • Haywire (2011, R: Steven Soderbergh)
  • 800 Bullets (800 balas, 2002, R: Alex de la Iglesia)
  • Drive (2011, R: Nicholas Winding Refn)
  • Rubber (2010, R: Quentin Dupieux)
  • Tödliches Kommando (The Hurt Locker, 2008, R: Kathryn Bigelow)
  • Hancock (2008, R: Peter Berg)
  • Kung Fu Panda 2 (2011, R: Jennifer Yuh Nelson)
    • Ich mag Teil 1 ebenfalls sehr, aber Teil 2 hat das bessere Drehbuch.
  • Allein unter Nachbarn (La comunidad, 2000, R: Alex de la Iglesia)
  • Abgedreht (Be Kind, Rewind, 2008, R: Michel Gondry)
  • Cloverfield (2008, R: Matt Reeves)
  • The Devil Dared Me To (2007, R: Chris Stapp)
    • Nicht viele Filme vermischen Geschmacklosigkeiten so gekonnt mit Herz, wie dieses Werk.
  • [rec] (2007, Jaumé Bagaluero & Paco Plaza)
  • The Prestige (2006, R: Christopher Nolan)
  • Children Of Men (2006, Alfonso Cuaron)
  • Idiocracy (2006, R: Mike Judge)
  • Monster House (2006, R: Gil Kenan)
  • Hot Rod (2007, R: Akiva Schaffer)
  • Silent Hill (2006, R: Christophe Gans)
  • The Descent (2005, R: Neil Marshall)
  • Broken Flowers (2005: R: Jim Jarmusch)
  • Die Unglaublichen (The Incredibles, 2004, R: Brad Bird)
  • Die fabelhafte Welt der Amelie (Le fabuleux destin d’Amélie Poulain, 2001, R: Jean-Pierre Jeunet)
  • Fluch der Karibik 1-3, (Pirates Of The Carribbean: The Curse Of The Black Pearl, Dead Man’s Chest, At World’s End, 2003, 2006, 2007 R: Gore Verbinsky)
    • Auch hier habe ich wieder geschummelt. Immerhin zähle ich Teil 4 nicht dazu.
  • Hulk (2003, R: Ang Lee)
    • Die missverstandenste Marvel Verfilmung aller Zeiten?
  • Das Geheimnis von Green Lake (Holes, 2003, R: Andrew Davis)
  • X-Men 2 (2002, R: Bryan Singer)
  • About Schmidt (2002, R: Alexander Payne)
  • Geständnisse (Confessions Of A Dangerous Mind, 2002, R: George Clooney)
  • Adaption (Adaptation, 2002, R: Spike Jonze)
  • Bowling For Columbine (2002, R: Michael Moore)
  • Nothing (2003, R: Vincenzo Natali)
  • Mathilde – Eine große Liebe (Un long dimanche de fiançailles, 2004, R: Jean-Pierre Jeunet)
  • Science Of Sleep – Anleitung zum träumen (La science des rêves, 2006, R: Michel Gondry)
  • Spider-Man 2 (2002, R: Sam Raimi)
  • Bubba Ho-Tep (2002, R: Don Coscarelli)
  • Pootie Tang (2001, R: Louis CK)
  • The Devil’s Backbone (El espinazo del diablo, 2001, R: Guillermo del Toro)
  • Das Experiment (2001, R: Oliver Hirschbiegel)
  • Donnie Darko (2001, R: Richard Kelly)
  • 3 Engel für Charlie (Charlie’s Angels, 2000, R: McG)
    • Das ultimative Beispiel für MTV Style Pop Art Film. Quasi die knallbuntesten Elemente der 90er in eine Kugel gepresst und als Geschenk für das neue Jahrtausend in das Gehirn der Zuschauer geschossen.
  • Ey Mann, wo is‘ mein Auto? (Dude, Where’s My Car?, 2000, Danny Leiner)
  • Sunshine (2007, R: Danny Boyle)
  • Space Cowboys (2000, R: Clint Eastwood)
  • High Fidelity (2000, R: Stephen Frears)
  • Final Destination (2000, R: James Wong)
    • Ja, liebe Kinder, Teil 1 ist tatsächlich spannend und sogar wirklich gut!
  • Kiss Kiss Bang Bang (2005, R: Shane Black)
  • Big Fish (2003, R: Tim Burton)
  • O Brother, Where Art Thou? (2000, R: Joel & Ethan Coen)
  • Wet Hot American Summer (2001, R: David Wain)
  • Tötet Smoochy (2002, R: Danny DeVito)
  • Station Agent (2003, R: Tom McCarthy)
  • Buddy, der Weihnachtself (Elf, 2003, R: Jon Favreau)
  • Bad Santa (2003, Terry Zwigoff)
  • Super (2010, R: James Gunn)
  • Sky High (2005, R: Mike Mitchell)
  • Clerks 2 (2006, R: Kevin Smith)
    • Ist hauptsächlich auf der Liste, weil kein anderer Film das Gefühl des „Verdammt, die Welt um mich herum ändert sich und mir wird klar, dass ich der Versager bin, der ich nie sein wollte“ derart realistisch wiedergibt.
  • A History Of Violence (2005, R: David Cronenberg)
  • Argo (2012, R: Ben Affleck)
    • Es ist heute cool, den Film zu hassen, aber ich liebe ihn für seine altmodische Mischung aus Ernst, mit vielen, komödiantischen Spritzern. Eine Kunst, die seit den 70ern verloren zu sein scheint.
  • Vergiss mein nicht (Eternal Sunshine Of The Spotless Mind, 2004, R: Michel Gondry)
  • Casa de mi padre (2012, R: Matt Piedmont)
  • Detention (2011, R: Joseph Khan)
  • Cats & Dogs (2001, R: Lawrence Guterman)
    • Gut? Ansichtssache. Kreativ? Originell? Scheiße, ja!
  • Hot Fuzz (2007, R: Edgar Wright)
  • Drag Me To Hell (2009, R: Sam Raimi)
  • Black Dynamite (2009, R: Scott Sanders)
  • Speed Racer (2008, R: Die Wachowskis)
  • Redbelt (2008, R: David Mamet)
  • Walk Hard: Die Dewey Cox Story (2007, R: Jake Kasdan)
  • Garden State (2004, R: Zach Braff)
Der hier ist auch gut:  3 x Oz

Das wäre dann das. Ich will nicht ausschließen, dass ich die Liste vielleicht irgendwann mal updaten werde. Vermutlich aber eher nicht.

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Headerphoto: © Rainer Sturm / Pixelio.de

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