Der persönliche Mai 2016 Filmrückblick

Ich bin im Moment etwas kurz angebunden und werde in den nächsten zwei Wochen außer Landes sein, aber um euch aufzuzeigen, welche der Filme, die ich im letzten Monat gesehen habe, den größten Eindruck bei mir hinterlassen haben, habe ich noch Zeit. (Ich versuche auch noch ein paar weitere Artikel fertigzustellen, bevor ich verschwinde.)

Also, kurze Zusammenfassung: Im Mai 2016 habe ich 23 Filme gesehen. Kein einziger davon war ein brandneuer Kinostart, sie alle liefen in meinem Heimkino. Die beiden neuesten Filme waren wohl “Das Erwachen der Macht” und “Hotel Transsylvanien 2”, die ich beide ziemlich gut fand. Der Älteste war der John Wayne Western “Der Marshall”, aus dem Jahr 1969, der auch ganz okay war, aber nicht so gut wie das Remake “True Grit” der Coen Brüder.

Im Großen und Ganzen war es ein sehr guter Monat. Es gab keinen Film, den ich wirklich gehasst habe. Wer eine Liste aller Filme lesen will, darf sich mein Letterboxd Filmtagebuch anschauen.

Hier sind aber nun die Preisträger des Monats:

Lieblingsfilm

antman
Ant-Man

Marvels Phase 2 war eine sehr holprige. Auf der einen Seite waren dort Knaller wie “Iron Man 3” und “Guardians Of The Galaxy” zu finden, während die Fortsetzungen zu “Thor” und “The Avengers” überraschend uneben waren und “Winter Soldier” der vielleicht sogar schlechteste MCU Film seit “Hulk” war. “Ant-Man” ist kein Meisterwerk, aber er ist die Sorte von leichtherzigem, spaßigen Actionabenteuer, von der unsere Multiplexe mehr brauchen. Einen fetten Bonuspunkt gibt es dafür, dass man dem Film seine problematische Produktionsgeschichte nicht anmerkt.

alterLieblingsfilm

halunken
Ein Zug für zwei Halunken

Der deutsche Titel klingt wie eine Gaunerkomödie, aber wenn man in der ersten Szene sieht, wie Ernest Borgnine kaltblütig einen Obdachlosen ermordet, nur weil dieser es gewagt hat, auf seinen Zug aufzuspringen, wird klar, worum es hier wirklich geht. Der Film ist eine spannende Abenteuergeschichte, über eine Gruppe trauriger Gestalten, die außer ihrem Ruf nichts zu verlieren haben.

Der hier ist auch gut:  Mein persönlicher Februar 2017 Filmrückblick

Lieblingsfilmkannte

5 Zimmer, Küche, Sarg
5 Zimmer, Küche, Sarg

Ein kleines Meisterwerk des Mockumentary Genres und des Vampirfilms. Wer glaubt, es gibt keine neuen Witze über Blutsauger zu erzählen, wird hier eines Besseren belehrt. Und trotz seiner hohen Gagdichte, gelingt es dem Film, seinen Protagonisten Leben einzuhauchen (Wortspiel nicht beabsichtigt) und eine originelle Welt voller Untoter zu erschaffen.

alterLieblingsfilmkannte

Total Recall
Total Recall

Was soll man noch groß über “Total Recall” schreiben? Es ist nicht nur einer von Arnies besten Filmen, sondern auch einer seiner blutigsten. Eine grandiose Mischung aus intelligentem SciFi Gedankenspiel und unterhaltsamen Krachbumm.

schauspiel

Lieblingsperformance

Ernest Borgnine in “Ein Zug für Zwei Halunken”

Dieser Mann war wohl einer der sympathischsten Menschen, die jemals auf der Leinwand zu sehen waren. Das macht es nur um so eindrucksvoller, dass er hier einen der furchterregendsten Drecksäcke der Filmgeschichte spielt.

Zweitliebste Performance

Jason Statham in “Spy”

Im Gegensatz zu Ernest Borgnine, ist Statham immer ein knallharter Hund auf der Leinwand. “Spy” ist nicht seine erste Komödie, aber die erste, in der er richtig albern sein und sein Image auf die Schippe nehmen darf. Und wer hätte gedacht, dass er so gut darin ist?

Drittliebste Performance

Michael Jai White in “Black Dynamite”

Noch ein Actionstar, der unerwartet lustig sein kann. Für diese Performance wurde der Ausdruck “nailed it” geschaffen.  Von der übertriebenen Badassness zu den kleinen Ticks, wie dem amateurhaften Blinzeln beim Nunchaku schwingen,  es gibt keinen Moment in diesem Film, in dem White nicht der Hammer ist.

Der hier ist auch gut:  Star Trek macht ernst: Die neuen Fanfilm Richtlinien

schlecht

cogburn
Mit Dynamit und frommen Sprüchen

Die wenig bekannte Fortsetzung von “Der Marshall”, ist nicht schlecht schlecht. Es ist nur leider ein wenig beeindruckender und ziemlich durchschnittlicher Western, ohne echte Highlights. (Okay, Katherine Hepburn feuert ein Maschinengewehr in einer Szene, aber das war es dann.)

joss

Spy - Susan Cooper Undercover
Spy – Susan Cooper Undercover

Ich werde mit Paul Feigs Filmen einfach nicht warm. Ich hasse sie nicht, sie haben viele Momente, in denen ich laut lache, aber sein viel zu zynischer Humor, der sich oft darin widerspiegelt, dass seine Protagonisten den ganzen Film lang von der ganzen Welt als hässlich, dumm und unfähig beschimpft werden, bis es nur noch traurig anstatt lustig ist, schreckt mich einfach immer ab. (Außerdem ist es merkwürdig, dass der selbst ernannte Überfeminist seinen Film mit einem Vergewaltigungswitz enden lässt.)

tofu

Pixels
Pixels

Erstaunlicherweise sah ich diesen Monat überraschend viele angeblich schlechte, aber eigentlich ziemlich, manchmal sogar verdammt gute Filme, doch noch nicht mal “Lone Ranger” musste so viel Prügel von Publikum und Kritikern einstecken wie “Pixels”. Und ich muss sagen, der Film ist wirklich kein Meisterwerk. Er versagt völlig als Komödie, hat riesige Handlungslöcher und unsympathische Protagonisten. Aber er funktioniert als Spektakel. Die Actionszenen sind aufgrund des Plots optisch absolut einzigartig und dass man mit Chris Columbus einen Regisseur engagierte, der jahrzehntelange Erfahrung mit Spezialeffekten hat, anstelle eines der üblichen Sandler-Heinis, hat sich zumindest teilweise ausgezahlt.

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