3 x Oz

L. Frank Baums „Oz“ Romane gehören in den USA zum Kulturgut, wie hierzulande „Max und Moritz“. (Lesen die Kinder heutzutage noch Wilhelm Busch? Ich mochte ihn nie.) Außerhalb der USA sind sie, so wage ich zu behaupten, eher durch ihre Verfilmungen bekannt. Auf die drei bekanntesten, möchte ich an dieser Stelle mal näher eingehen.

Natürlich fange ich mit der Musicalversion aus dem Jahre 1939 an. Sie war nicht die erste Adaption der Geschichte (Es gab schon 1910 eine.), aber sie ist und bleibt für Viele die beste und definitive Filmversion. Auch wenn Fans der Bücher oft kritisieren, dass alle dunklen Ecken und Kanten der Vorlage entfernt wurden und Oz zu einem Traum degradiert wurde. Ich habe die Bücher leider nie gelesen und kann es nicht beurteilen, was aber vielleicht auch von Vorteil ist.

wizard_of_ozDie Geschichte von „Der Zauberer von Oz“ (Oder „Das zauberhafte Land“, wie der ursprüngliche deutsche Titel lautet) kennt eigentlich jeder. Es geht um Dorothy (Judy Garland), die auf der Farm, auf der sie mit Tante, Onkel und Gehilfen lebt, nicht glücklich ist. Als dann noch die böse Miss Gulch (Margaret Hamilton) Dorothys Hund Toto einschläfern lassen will (Mit Haftbefehl vom Sheriff!), hat das überraschend erwachsen aussehende junge Mädchen die Schnauze voll und läuft davon. Ja, Judy Garland war schon 16, als sie die Hauptrolle spielte. Dorothys Alter wird hier zwar nie erwähnt, aber anderen Adaptionen nach zu urteilen und der Tatsache, dass Garland ein Korsett tragen musste, um ihren Busen zu plätten und jünger zu wirken, sollte sie definitiv jünger als 16 sein. Dies ist vielleicht der größte Mangel des Films, aber es ist recht einfach, darüber hinwegzusehen. Ich meine, wir reden hier nicht über Martin Short als „Clifford“!

Auf ihrer Flucht trifft Dorothy auf „Professor Marvel“ (Frank Morgan), einem angeblichen Wahrsager, aber eigentlich ganz netten Scharlatan, der sie dazu überredet, wieder nach Hause zu gehen. Dummerweise bricht gerade dann ein Tornado los und sie schafft es nicht mehr rechtzeitig in den Bunker. Das Haus wird mitsamt ihr weggeweht (oder…wird es nicht?), was der Auftakt einer absolut bizarren Szene ist, in der Dorothy mitten in der Windhose aus dem Fenster sieht und eine Reihe merkwürdiger Dinge erblickt. Wie z. B. eine Kuh (Da haben die Macher „Twister“ kopiert, 60 Jahre, bevor dieser gedreht wurde!) und diverse Menschen, die ihr trotz der lebensgefährlichen Lage, fröhlich zuwinken. Ab hier wird der Film interessant. Ich möchte nicht so tun, als ob mich der Anfang gelangweilt hätte, aber es lässt sich nicht abstreiten, dass der, im Sepiaton präsentierte prä-Tornado Teil unnötig lang ist. Auch wenn dieser mit „Somewhere Over The Rainbow“ das bekannteste Lied des Films enthält, zieht zum Beispiel dieses die Handlung unnötig in die Länge. Dazu muss allerdings auch gesagt werden, dass ich, wie ich letztens schon anmerkte, kein Musicalfan bin.

kill againSchließlich landet das Haus im Lande Oz und der Film ist nicht mehr in Sepia, sondern in Farbe. Ein etwas offensichtlicher Kniff, um uns klarzumachen, wie fantastisch das Land ist, aber ein wirklich guter. Dorothy und Toto haben den Tornado vielleicht lebend überstanden, aber die Hauslandung forderte ein Todesopfer. Zum Glück war es nur eine böse Hexe, weshalb die „Munchkins“, kleine Gnome oder so, die in der deutschen Synchro einfach als „Zwerge“ bezeichnet werden, eine endlos lange Musicalnummer starten. Im Ernst, es gibt bestimmt drei Momente, in denen man denkt, dass das Lied endlich vorbei ist, aber dann geht es trotzdem weiter! Die müssen diese Hexe wirklich gehasst haben. Noch nichtmal die Ewoks haben so ausschweifend gefeiert, als der zweite Todesstern in die Luft flog.

Durch den Unfalltod der Hexe, bekommt Dorothy dessen magische Schuhe. Doch die ebenso böse Schwester der toten Hexe (Margaret Hamilton, die auch die böse Miss Gulch spielt.) will diese Schuhe wiederhaben, kann sie aber nicht einfach von Dorothys Füßen klauen. Und weil Dorothy wieder nach Hause will, schickt eine gute Hexe sie zum Zauberer von Oz. Ab hier fällt die Handlung etwas auseinander, aber ihr müsst nur folgendes Wissen: Dorothy wird auf einer Reise geschickt, unterwegs trifft sie einen Blechmann, einen feigen Löwen und eine Vogelscheuche (die alle von den Schauspielern gespielt werden, die auch die Hilfskräfte auf Dorothys Farm spielten), gerät mehr als einmal in Gefahr und der Zauberer schickt das Mädchen und ihre Freunde erst auf eine weitere Mission, bevor er sich als netter Schwindler entpuppt, der allen klarmacht, dass sie das, was sie haben wollten (Herz, Hirn und Mut), schon lange hatten. Ob sie es haben, sei dahingestellt. Es lässt sich nicht verleugnen, dass der feige Löwe selbst in den gefährlichsten Momenten immer an der Seite seiner Freunde war, die dumme Vogelscheuche so einige clevere Ideen hatte und der Blechmann eindeutig Gefühle zeigte. (Wäre dumm gelaufen, wenn der Zauberer ihm ein echtes Herz gegeben hätte und er dann an einer Blutvergiftung, verursacht durch Rost oder Öl gestorben wäre.)

Handlungstechnisch macht der Film wirklich nicht viel her, aber das muss er auch nicht. Er will ein leichtherziges Musicalmärchen sein. Purer Eskapismus und Kinomagie. Da stört es auch nicht, dass die Handlung nicht die anspruchsvollste ist und nicht nur mit einem der ärgerlichsten Klischees in der Geschichte des Geschichtenerzählens endet (Es war alles nur ein Traum…), sondern auch völlig den Auslöser des Ganzen ignoriert (Miss Gulch und ihr versuchter Hundemord werden mit keinem Wort mehr erwähnt.). Ebenso wenig stört es, dass die Schauspieler selbst für 1939 maßlos übertreiben. Zumindest in den Oz Szenen, passt es zum absurden Touch dieser Fantasywelt. Und dass der Film größtenteils vor offensichtlich gemalten Hintergründen spielt? Wen kümmerts? So sahen Filme eben damals aus. Ich wette, Cinema Sins oder Red Letter Media oder der Nostalgia Critic oder sonst so ein Internetarschloch haben schon vor langer Zeit ein endloses Video darüber gedreht, in dem sie sich über all diese Kleinigkeiten lustig machen, aber Arschlöcher müssen sich halt wie Arschlöcher benehmen. Dass der Film zurecht ein Meilenstein des (Fantasy-)Kinos ist, dass er im Gegensatz zu vielen anderen Filmen aus dieser Zeit selbst heute noch gern gesehen bei jung und alt ist oder dass sein Make Up und diverse Spezialeffekte noch Jahrzehnte lang als Goldstandard galten, können selbst sie nicht zerstören.

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return_to_oz_ver3Springen wir ins Jahr 1985. Die Disney Studios präsentieren: „Oz – Eine Zauberhafte Welt“ („Return To Oz“), eine Quasi-Fortsetzung des Familienfilmklassikers. Oh Mann, Disney und Oz. Das passt wie Arsch aufs Auge oder so. Ich kann schon die farbenfrohen Musicalnummern vor mir sehen und…wartet mal. Das fängt überraschend deprimierend an. Dorothy (Nun die damals tatsächlich erst 11 Jahre alte Fairuza Balk) und ihre Familie haben Geldsorgen, da der Tornado ihre Farm zerstört hat. Und da das Mädchen nicht aufhören kann, von dieser komischen Fantasiewelt zu erzählen, nehmen Tante und Onkel ihr letztes Geld zusammen und schicken sie in die Klapse. In aller Fairness, die Klinik wirkt ziemlich seriös und der Chefarzt (gespielt vom notorisch schwierigen, aber eigentlich fast immer erstklassigen Nicol Williamson) scheint ein netter Kerl zu sein. Dass er ihr Gehirn mit Elektrizität reparieren will, klingt zwar befremdlich, aber hey, es ist 1899 und Elektrizität ist die Zukunft. Er wird schon wissen, was er tut.

Doch kaum ist das Tantchen fort, entpuppt sich die Klinik als ein düsterer Horrorschauplatz, in dem nachts Schreie aus dem Keller ertönen. Und ja, so harmlos es der Doktor auch umschrieben hat, er will Dorothy einer Elektroschocktherapie unterziehen. Zum Glück zieht ein Sturm auf und es kommt zum Stromausfall. Währenddessen kann ein geheimnisvolles Mädchen Dorothy befreien, doch als sie von der unheimlichen Oberschwester (Jean Marsh) durch den Wald gejagt werden, fallen sie in einen Fluss und werden davongetrieben. Als Dorothy wieder erwacht, ist sie in Oz. Wow, zum Glück! Der Anfang war so düster und hat bestimmt einen ganzen Haufen Kinder im Publikum verstört. Ich wette, jetzt kann es nur noch besser werden. Da, schaut! Sie wird sogar von einem sprechenden Huhn begleitet! (Toto blieb diesmal auf der Farm.) Jetzt kann der Spaß beginnen!

Ach, scheiß drauf. Ich komme zum Punkt. „Return To Oz“ passt perfekt zu den düsteren „Kinder-“ Filmen der Mittachtziger, wie „Die unendliche Geschichte“ oder „Der dunkle Kristall“. Auch Disney hatte ja während dieser Periode schon mehrfach versucht ihrem Kinderimage zu entfliehen und schockierte Eltern und jüngere Zuschauer mit Filmen, wie „Das Böse kommt auf leisen Sohlen“ oder „Schreie der Verlorenen“. Außerdem startete im selben Jahr „Taran und der Zauberkessel“. Passend dazu, ist selbst Oz nicht mehr der Ort, an dem fröhlich getanzt oder gesungen wird. Große Teile sind zerstört, die Einwohner sind entweder verschwunden oder in Stein verwandelt und Dorothy wird von merkwürdigen Typen mit Dämonenmasken und Rädern an Armen und Beinen gejagt. Und dann gerät sie in die Fänge einer bösen Königin, die eine ganze Kopfsammlung hat, um ihr Aussehen zu verändern. Und ja, natürlich gibt es eine Szene, in der sie vom kopflosen Körper gejagt wird, während die Köpfe in ihren Regalen schreien. Ich will nicht wissen, wie viele empörte Eltern damals mit ihren Kindern das Kino verließen.

Doch es gibt in diesem Film nicht nur Horror und Depressionen. So findet Dorothy neue Freunde und das sind ziemlich knuffige Typen, wie z. B. Tik-Tok, ein kleines, rundes, Blechmännchen, das eine sehr effiziente Ein-Mann Armee ist. Wenn man ihn vollständig aufzieht. Oder Jack Pumpkinhead (Originalstimme von Brian Henson), eine Vogelscheuche mit Kürbiskopf, die sich wie ein kleines Kind benimmt. Und einen grünen Elchkopf, der an einer Couch befestigt und durch Zauberpulver zum Leben erweckt wurde. Übrigens war einer seiner Puppenspieler Stephen Norrington, der spätere Regisseur von „Death Machine“, „Blade“ und „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“. Und auch wenn ich nicht die Sorte Mensch bin, die gegen Computeranimationen ist und sich zwangsläufig selbstbefleckt, sobald irgendwelche „Practical Effects“ auf der Leinwand zu sehen sind, muss ich sagen, dass das schon sehr cool aussehende Geschöpfe sind. Ein kurzer Moment, in dem Jack und Tik-Tok eine Treppe hinaufgehen, hat mich wirklich zum Lächeln gebracht.

Mein Lieblingseffekt ist aber der Zwergenkönig und sein Gehilfe. Der Zwergenkönig ist der Oberbösewicht dieses Films und ist ein riesiger Fels mit Gesicht, der im Laufe des Finales immer Menschenähnlicher wird, bis es schließlich Nicol Williamson in Make up ist. Doch zu Anfang sind er und sein Handlanger nur wirklich brillante „Claymation“ Animationen. Schwer zu beschreiben, aber eine wahre Augenweide.

Mit Ausnahme der Fantasykreaturen, ist das Oz in diesem Film aber nicht sehr magisch. Diesmal gibt es keine bunten Gemälde als Hintergründe, es wurde alles „on location“ gefilmt. Soll heißen, in irgendwelchen Wäldern. Das sieht zwar realistisch aus, ist aber auch irgendwie langweilig. Storytechnisch funktionert der Film aber dafür etwas besser. Sobald Dorothy in Oz ankommt, hat sie eine Mission. Erst muss sie herausfinden, was passiert ist, dann muss sie versuchen, das Land zu retten. Es ist keine originelle Mission, aber je nach persönlicher Ansicht, etwas unterhaltsamer und vor allem spannender, als das unbedarfte Singen und Tanzen im Vorgängerfilm. Auch wenn es tatsächlich einige Momente gibt, in denen sich etwas Langeweile breitmacht. Vor allem im überraschend unspektakulären Finale. Und dass der Zwergenkönig dann durch einen ähnlichen, völlig aus der Luft gegriffenen Deus Ex Machina besiegt wird, wie die böse Hexe im „Zauberer von Oz“, ist super enttäuschend. Immerhin werden Dorothys Kansasprobleme am Ende tatsächlich gelöst. Auch wenn Tante und Onkel sie vielleicht immer noch für verrückt halten.

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Nachdem Disney vermutlich viel Ärger für diesen düsteren und leicht verstörenden Film einstecken musste, taten sie für ihren nächsten Oz Film, „Die fabelhafte Welt von Oz“ („Oz: The Great And Powerful“) das einzig Logische: Sie engagierten den Regisseur von „Tanz der Teufel“ und „Drag Me To Hell“. Allerdings ist er hier dann doch eher im „Spider-Man“ Modus, denn dieser Film ist wieder überraschend familienfreundlich. Das ist allerdings das Geringste seiner Probleme. So sehr ich düstere und selbst für Erwachsene überraschend schauderhafte Kinderfilme liebe, es müssen nicht alle „edgy“ sein.

oz_the_great_and_powerful_ver3Aber fangen wir von vorne an. Der Film beginnt wie „Der Zauberer“ in schwarz/weiß (okay, der alte Film war Sepia) und 4:3. James Franco (Da haben wir schon das erste Problem!) spielt Oz, einen charmanten Jahrmarktzauberer, mit viel zu großem Ego. Die Zaubershow, die er am Anfang durchzieht, ist mein Lieblingsteil des Films. Aufgrund des zweitklassigen Jahrmarkts und Oz allgemein arschigem Verhalten, erwarten wir, dass er in seinem Job versagt und als ein Zuschauer (Ted Raimi in einem zu-weit-weg-von-der-Kamera Cameo) lauthals anmerkt, dass die schwebende Assistentin von Drähten festgehalten wird, scheint dies bestätigt zu werden. Dann schneidet er aber die Drähte durch und sie „schwebt“ immer noch. Punkt für ihn. Leider bittet ihn ein junges Mädchen im Rollstuhl (Die erschreckend talentierte Joey King aus „Wish I Was Here“ und Staffel 1 von „Fargo“.) daraufhin, sie wieder zum laufen zu bringen. Ups.

Naja, um es kurz zu machen, Oz verscherzt es sich mit seinem Publikum und der Gewichtheber des Jahrmarkts findet heraus, dass seine Frau eine Affäre mit dem Zauberer hatte. Als dieser mit einem Heißluftballon fliehen will, gerät er in einen Tornado (die spaßigste Szene des Films) und landet im Land Oz. (Ozception) Ab hier wird der Film superfarbig und im Gegensatz zum 1939er Film verändert sich auch das Bildformat. Die Art und Weise, wie in diesem und einigen anderen Momenten, die virtuelle Kamera durch die computeranimierten Landschaften von Oz (Land) schwebt, macht deutlich, dass Disney hier wohl versuchte, ein eigenes „Avatar“ zu kreiren. Leider hatten die Effektkünstler hier nicht so viel Zeit wie bei James Cameron und die Hintergründe wirken oft wie ein 90er Jahre Peter Gabriel Video. Aber, was solls? Das Oz des Jahres 1939 wirkte auch nicht realistisch, mit seinen handbemalten Theaterkulissen.

Die erste Person die Oz (Mensch) in Oz (Land) trifft, ist Theodora (Mila Kunis). Von ihr erfährt er, dass er wohl der „Chosen One“ ist, der das Land von einer bösen Hexe befreien soll. Ja, es ist wieder so einer dieser Prophezeiungsfilme (Problem #2). Immerhin werden die Zwei schnell von fliegenden Affen angegriffen und die Szene ist Raimi pur, in der Art wie sie inszeniert wurde. Bis zu diesem Moment hatte ich tatsächlich noch Hoffnung, dass „Oz“ (Film) vielleicht doch noch wirklich gut werden würde. Und ich würde ihn auch nicht „schlecht“ nennen, aber mehr als „Ganz nett, für einen Sonntagnachmittag“, ist leider nicht herausgekommen. Auch wenn es wirklich ein paar schöne Ideen gibt. Zum Beispiel das kleine Porzellanpüppchen, das sich, nachdem es mit ihrer tragischen Geschichte unsere Herzen erobert hat, sich als nicht ganz so harmlos entpuppt (Wortspiel nicht beabsichtigt), wie es auf dem ersten Blick scheint. Oder auch dass Oz (Mensch) nur deshalb Oz (Land) retten kann, (leichter Spoiler) weil er so ein schamloser Betrüger ist. Und scheinbar war ich nicht der Einzige, der den überlangen Munchkinsong im ersten Film als störend empfand, denn sobald sie hier zu singen anfangen, werden sie unterbrochen.

Aber wie so oft bei ungeplanten Prequels, gibt es hier diverse Handlungselemente, die einfach nur Bullshit sind. Wie eben die bereits erwähnte Prophezeiung oder auch was die böse Hexe aus dem ersten Teil so böse und grün werden lässt. Trotz des gewissen Unterhaltungswertes, ist es leider die Sorte von zahnlosem „made by commitee“ Film, der (oft unfairerweiser) ein Synonym für „Disney“ oder „Hollywood“ im Allgemeinen ist. Und es ist schade, dass nach dem unsterblichen Klassiker der 30er Jahre und dem interessanten Horrorfilm für Kinder aus den 80ern, dieser Film schnell vergessen sein wird. Trotz des talentierten Regisseurs.

Doch auch wenn ich mir wünschen würde, dass dies ein hervorragender Abschluss dieser losen Trilogie wäre, im Kontext mit den beiden anderen Teilen, funktioniert er ganz gut. Wenn auch nur als Vergleichspunkt, da alle drei Filme, trotz des mehr oder wenigen gleichen Ausgangsmaterials, kaum unterschiedlicher sein könnten. Und irgendwie sind alle drei eindeutige Produkte ihrer Zeit. Würden diese Filme ihre Entstehungsjahre tauschen, wären sie nicht die selben. Nicht nur auf Spezialeffekte bezogen. Ein „Return To Oz“ im 30er Jahre Stil würde nicht funktionieren und wer weiß, wie ein „Zauberer von Oz“ im 2010er Style aussehen würde? Ich hoffe auf jeden Fall, wir werden bis ans Ende aller Tage neue „Oz“ Verfilmungen bekommen. Solange sie sich weiterhin so derart voneinander unterscheiden, wie die Bisherigen. Und abgesehen von den dreien, gibt es ja noch viel mehr, wie das Motown Musical „The Wiz“ mit Michael Jackson als Vogelscheuche oder diverse schlecht gezeichnete Trickfilme. Eine Muppetsversion gibt es auch. Aber das ist ein anderes Thema. (Eigentlich nicht. Vielleicht gehe ich später mal darauf ein.)

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