Und nun: Oscars

Jajajajajaja, ich weiß. Die Oscars sind doof, immer die falschen Filme, ihr seid zu cool dafür und so weiter und so weiter. So wie sich manch anderer aber Woche für Woche auf stupide Sportveranstaltungen freut, freue ich mich jedes Jahr auf stupide Filmpreisverleihungen. Heute wurden die Nominierungen bekanntgegeben.

Wer mich kennt, weiß, dass ich mir nur selten die neuesten Filme sofort ansehe. Es gibt halt zu viele ältere Filme, die noch auf meiner Liste stehen. Der Punkt ist: Ich habe den Großteil der nominierten Filme nicht gesehen und vermutlich wird es noch ein paar Jahre dauern, bis es tue, also kann ich nicht wirklich kommentieren, ob sie es verdient haben oder nicht.

So wie ich es sehe, gab es bei den diesjährigen Nominierungen nur wenige Überraschungen. „The Revenant“ führt mit 11 Nominierungen, was dem Kritikerlob nach zu erwarten war. „Mad Max: Fury Road“ hat 10, größtenteils in den technischen Kategorien, was auch zu erwarten war. Die größten Überraschungen hier, sind das Nichtvorhandensein von Charlize Theron, dessen Rolle als Furiosa das ganze Jahr über der Mittelpunkt von mehr oder weniger jedem „Fury Road“ Thinkpiece war* und die „Bester Film“ Nominierung. Gut, in den letzten paar Monaten gewann George Millers Meisterwerk des die Intelligenz des Zuschauers nicht beleidigenden Popcornfilms viele wichtige Filmpreise und landete auf so ziemlich jeder Bestenliste des Jahres, aber ihr wisst ja, wie ungern die Academy Actionfilme als gleichberechtigt ansieht.

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*Da man Theron ausgelassen, aber Jennifer Jason Leigh für ihre umstrittene Rolle in „The Hateful Eight“ nominiert hat, erwarte ich in den nächsten Monaten tausende „Die Oscars sind anti-feministisch“ Artikel, aus allen Ecken des Internets.

Eine weitere, große Überraschung, ist die Nominierung als bester Regisseur für Adam McKay. Seine Tragikomödie „The Big Short“, hat fünf Nominierungen und wurde allgemein von Kritikern gut aufgenommen (Auch wenn es so schien, als wäre es einer dieser Kritikerlieblinge, die bei den Preisverleihungen ignoriert werden.), aber das „Anchorman 3“ oder was auch immer McKays nächstes Projekt sein wird, nun „From Academy Award Nominee Adam McKay“ auf dem Poster haben könnte, ist unerwartet. Bitte nicht falsch verstehen: Ich liebe Adam McKay. Er ist der einzige Mainstreamkomödienregisseur dieser Tage, dessen Filme mich immer zum lachen bringen, aber auch hier ist die Acadamy ja immer etwas befangen. (In all Fairness: „Austin Powers“ Regisseur Jay Roach gewann auch viele Preise für seine Politikdramen.)

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Der grandiose Bryan Cranston ist als bester Hauptdarsteller für „Trumbo“ nominiert und Sylvester Stallone in seiner Paraderolle Rocky, für „Creed“. Ausserdem die Coen Brüder, für Spielbergs „Bridge Of Spies“, was ihre erste Nominierung für einen Film, bei dem sie nicht Regie führten, sein dürfte. Interessant ist auch noch die überraschend Arthausige Trickfilmkategorie. Ansonsten gibt es hier eine komplette Liste. Denn ja, ich bin zu faul um sie abzutippen.

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