Wenn Prominente sterben, lässt es mich verhältnismäßig kalt. Schließlich kenne ich sie ja nicht persönlich. Aber David Bowie und Alan Rickman innerhalb einer Woche? Das ist, in Ermanglung eines besseren Wortes: Scheiße.

Über Alan Rickman muss man wohl nicht viele Worte verlieren. Er war einer dieser Schauspieler, die immer brillant waren und oft nur mit einem kurzen Blick mehr vermitteln konnten, als seitenlange Monologe. Sein Hans (Jack) Gruber aus „Stirb Langsam“, der ihn vom anerkannten Theaterdarsteller zum weltweit bekannten Gesicht machte, ist heute noch das Maß aller Dinge, wenn es um Actionfilmschurken geht. Und auch wenn so einige seiner bekanntesten Filmrollen ebenfalls Bösewichte waren, wie z.B. der Sherriff von Nottingham in Kevin Costners „Robin Hood“, der rassistische Grundbesitzer in „Quigley der Australier“ oder Richter Turpin in „Sweeny Todd“, ließ er sich nie auf solche Rollen festlegen.

Natürlich kennt die jüngere Generation ihn vieleicht eher als sarkastischer Engel Metatron in Kevin Smiths „Dogma“, Snape aus den „Harry Potter“ Filmen und meiner persönlichen Lieblingsrolle: Alexander Dane, den frustrierten Shakespearedarsteller auf unfreiwilliger Weltraummission in „Galaxy Quest“, dem vielleicht zweitbesten Film der 90er.

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Wie gesagt, egal was er spielte, egal ob es große Hollywoodfilme oder kleine Independentproduktionen wie „Snow Cake“ oder „Bottle Shock“ waren, er gab immer 100%. Selbst wenn es Filme gegeben haben sollte, in denen er nur des Geldes wegen mitwirkte, muss man sagen, dass es nie offensichtlich war. Alle seine Filme waren gut gewählt und er wirkte nie gelangweilt oder peinlich berührt.

Es ist mehr als schade, dass wir ihn nun nie wieder sehen werden. Er wurde nur 69 Jahre alt und starb an Krebs.

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