R.I.P. David Bowie

David Bowie ist tot. Das kam unerwartet. Nun, ich will jetzt an dieser Stelle nicht so tun, als wäre ich der absolute Bowie Überfan. Ich besitze nur eine CD von ihm und es ist noch nichtmal eine, die bei seinen echten Fans hoch im Kurs steht. (Sein „Earthling“ Album aus dem Jahre 96.) Aber man muss wirklich ein blinder und tauber Banause sein, um David Bowies Gesamtwerk nicht zu würdigen.

Viele seiner älteren Lieder, auch die, die schon 30-40 Jahre alt sind, können heute noch problemlos auf Alternative-Partys gespielt werden. Nicht einfach nur, weil sie Klassiker sind, sondern weil sie immer noch so gut sind und frisch klingen! Heutzutage wird jeder Musiker, der sich auf der Bühne in schrille Outfits wirft und 15 Minuten lange Musikvideos dreht, als der nächste David Bowie hochgejubelt, aber im Gegensatz zu Lady Gaga, MGMT und Co, tat Bowie dies nicht, um die Welt davon zu überzeugen, dass er ein Künstler sei. Er tat es, weil er einer war und die Kostüme und bizarren Musikvideos seine Musik unterstützten, anstatt deren Mängel zu überspielen und für Publicity zu sorgen.

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Natürlich möchte ich hier auch auf sein filmisches Schaffenswerk zu sprechen kommen. Ein Großteil seiner Schauspielkarriere bestand aus Nebenrollen und Gastauftritten, allerdings nie im Adam West/David Hasselhoff Stil. Auch wenn schon der eine oder andere Cameo als er selbst dabei war, wie in „Zoolander“, waren seine Rollen echte Schauspieljobs. Zum Beispiel war er Pontius Pilatus in „Die letzte Versuchung Christi“, Nikola Tesla in „The Prestige“, in „Kopfüber in die Nacht“ war er ein Privatdetektiv, der Jeff Goldblum für einen Moment das Leben so richtig schwer macht und selbst in einer Folge von „Spongebob“ war er zu hören. Hauptrollen hatte er als Kriegsgefangener in „Merry Christmas, Mr Lawrence“, als Außerirdischer in „Der Mann, der auf die Erde fiel“ und natürlich als Koboldkönig in Jim Hensons „Labyrinth“. Und er war ein überraschend guter Schauspieler, der sich nicht nur auf sein Popstarimage verließ und seine Aufgabe tatsächlich ernst nahm.

Auch wenn ich, wie anfangs gesagt, nicht die Sorte Mensch bin, die sich als echter Bowie Fan bezeichnen würde (Das überlasse ich denen, die seine Lieder auswendig kennen und mehr Alben besitzen als ich.), ist es schade, dass er unsere Dimension verlassen hat. Er war ein immer gerne gesehenes Gesicht in Film und Fernsehen und seine Musik ist über jeden Zweifel erhaben.

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