Ein paar Worte über „Civil War“

Wer heute auch nur kurz im Internet war, wird es wohl schon mitbekommen haben: Der Trailer zu „Captain America: Civil War“ ist draussen! Und er ist wunderbar! Es freut mich, dass Marvel nach all den Jahren und mittlerweile 12 Filmen und 4 Fernsehserien, noch immer einen Weg findet, um die Formel zu variieren. In diesem Fall scheint alles auf eine persönliche Geschichte unter Freunden hinauszulaufen. Auch wenn es mich nicht wundern würde, wenn da doch noch ein Superschurke mit Welteroberungsplänen lauert, gegen den sich am Ende alle Helden (Inklusive Black Panther, den wir hier zum ersten Mal offiziell sehen!) zusammenraufen müssen.

Trotzdem, so sehr ich diesen atmosphärischen, nicht zu viel verratenden Trailer mag, eine Sache stört mich doch. Und es ist das selbe Problem, dass ich schon mit „The Winter Soldier“ hatte: Die Russo Brüder haben scheinbar immer noch nicht gelernt, wie man gute Actionszenen inszeniert. Als der letzte CapAm Film rauskam, wurde er für seine Actionszenen gelobt, doch ich glaube, die Rede war eher von den Konzepten. So Szenen wie der Fahrstuhlkampf waren wirklich cool choreografiert. Zumindest, so weit ich das beurteilen konnte. Denn wirklich viel gesehen hat man davon nicht. In bester Amateurfilmtradition, war die Kamera zu nah dran, hat zu viel gewackelt und es wurden Ca. 20 Schnitte pro Sekunde gesetzt.

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Vern, mein vielleicht absoluter Lieblingskritiker, bezeichnet diesen Stil als „Post Action“. Soll heißen: Ein Actionfilm will das Publikum mit aufwendigen Actionszenen begeistern. Jeder Stunt, jede Explosion, wird so gezeigt, dass das Publikum auch ja nichts verpasst. Ein Post Actionfilm ist eher daran interessiert, dem Publikum zu zeigen, was nach der Actionszene passiert. Andererseits würden die Dialogszenen nicht mit so viel mehr Klarheit als die Actionszenen inszeniert worden sein.

Nun, die Russo Brüder sind nicht so schlecht wie z.B. Paul Greengrass, aber auch wenn einige große Moneyshots im Trailer erstaunlich klar sind…naja, ich lasse mal dieses Gif sprechen (Sorry für die etwas schlechte Bildqualität.Die Technik spielte nicht wirklich mit):

Also, hoffen wir mal, dass „Civil War“ auf der Drehbuchebene überzeugen kann. Oder dass diese kurzen, zusammenhangslosen Schnipsel nicht representativ für alle Actionszenen sind.

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